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JVA-Projektbetreuer beziehen Büros im Weißenfelser Rathaus

Damit die Projektbetreuung für die JVA Sandberg direkt vor Ort in Weißenfels erfolgen kann, hat Oberbürgermeister Martin Papke im Rathaus Büros zur Verfügung gestellt. Im Juni 2026 bezog Marco Rensch von der Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IPS) eines dieser Büros. Martin Papke begrüßte ihn in der Saalestadt und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit.

In Kürze wird Marco Rensch von einer weiteren Projektmanagerin der IPS unterstützt. Ab 2027 werden beide dann in Baustellenbüros direkt am Standort Am Sandberg arbeiten.

Hintergrund:
Die Landesregierung Sachsen-Anhalts hat am 2. Dezember 2025 unter Abwägung der vollzuglichen, baufachlichen, zeitlichen und wirtschaftlichen Aspekte die Errichtung einer Justizvollzugsanstalt (JVA) in Weißenfels beschlossen. Der Neubau wird am Gewerbestandort Am Sandberg entstehen. Er soll die bisher in Halle (Saale) betriebene JVA ersetzen. Geplant ist die Zusammenlegung der bestehenden Einrichtungen „Roter Ochse“ und „Frohe Zukunft“, die ursprünglich in Halle-Tornau vorgesehen war. 

Die JVA Sandberg ist eine Strukturstärkung für den Standort Weißenfels und bietet eine wichtige Entwicklungsperspektive für die Zusammensetzung der Stadtbevölkerung. Mit einer konstanten Zahl von mehr als 400 Gefangenen sichert sich die Kommune zudem eine jährliche Zuweisung in Höhe eines hohen sechsstelligen Eurobereichs seitens des Landes Sachsen-Anhalt. Die finanzielle Zuweisung kommt direkt der Stadt zugute.

Bereits im Vorfeld der JVA-Entscheidung wurden seitens der Stadt Weißenfels wichtige zukunftsweisende Entscheidungen getroffen, Flächen angekauft und bauvorbereitende Prozesse angeschoben. Der Weißenfelser Stadtrat hat im Juni 2026 eine Änderung des Flächennutzungsplans und einen neuen Entwurf des Bebauungsplans Sondergebiet Justizvollzugsanstalt „Am Sandberg“ beschlossen. Aktuell läuft das Verfahren zur Herstellung des Baurechts für das etwa 24 Hektar große Gebiet.