Diskussionsrunde über Heimat
Die Autorenvereinigung PEN Berlin geht in den Osten Deutschlands und organisiert in 16 größeren und kleineren Orten in Sachsen-Anhalt eine Gesprächsreihe zum Thema Heimat. Mit dabei ist auch Weißenfels. Unter dem Motto „Ist das noch/ schon mein Land“ diskutieren am 13. August 2026, um 19 Uhr Oberbürgermeister Martin Papke, Schriftsteller Sebastian Caspar, Journalistin Julia Hemmerling und das Publikum im Bootshaus. Die Moderation übernimmt der bekannte deutsch-türkische Journalist und Publizist sowie PEN-Sprecher Deniz Yücel. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Das Publikum gestaltet als vierter Gast den Abend maßgeblich mit. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Unter dem Wort „Heimat“ können sich viele Menschen immer noch – oder wieder? – etwas vorstellen: in konservativen Milieus, wo der Begriff seit eh und je beheimatet ist, in rechtsextremen Kreisen, die diesen Begriff zu vereinnahmen versuchen, aber auch links der Mitte. Was aber ist Heimat? Und – um die Frage mit NS-Widerstandskämpfer Jean Améry zu formulieren – wie viel Heimat braucht der Mensch? Was ist erforderlich, um sich zu beheimaten? Was gefährdet das Heimatgefühl? Wie geht Heimat im Plural? Und gibt es ein spezifisches ostdeutsches Heimatgefühl – und wenn ja, was macht es aus? Über all das soll im Bootshaus geredet werden.
Bei der Gesprächsreihe in Sachsen-Anhalt handelt es sich um eine Fortsetzung der Serie, welche die PEN mit 122 Mitwirkenden Anfang des Jahres in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz begonnen hat. Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, dem Deutschen Bundestag, dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“, dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Berthold Leibinger Stiftung, der Wüstenrot Stiftung sowie der Agentur Scholz & Friends.