Komárnoer COMMORRA Kammerorchester spielt in Weißenfels
Ein ganz besonderes Konzert erklingt am 29. August 2026 in der Marienkirche. Die Mitglieder des COMMORRA Kammerorchesters aus Weißenfels‘ Partnerstadt Komárno präsentieren um 13:30 Uhr ein facettenreiches Programm, das europäische Klassik und ungarische Tradition auf einzigartige Weise verbindet. Tickets für 21,82 Euro (ermäßigt 12,73 Euro) gibt es ab sofort jeweils zuzüglich Vorverkaufsgebühren in der Touristinformation Weißenfels am Markt 3 und im Internet unter reservix.de .
Unter der musikalischen Leitung von Dr. Kinga Süll erwartet die Gäste ein Nachmittag voller musikalischer Höhepunkte in der stimmungsvollen Atmosphäre der Marienkirche. Auf dem Programm stehen im ersten Teil klassische Stücke wie Vivaldis „Sinfonia in G-Dur“, Mozarts „Andante in C-Dur“ oder auch aus Griegs „Holberg-Suite“ das „Präludium“ und „Air“. Ungarisch wird es nach der Pause. Nach einem Volkslieder-Potpourri aus Magyarbőd (Bodrogszög) sind Zoltán Gárdonyis „Nagy hálát adjunk“ und die Pastorale aus seiner „Sonata Secunda“ zu hören. Gárdonyi war Komponist, Musikwissenschaftler und Hochschulprofessor. Er wurde im Jahr 1906 in Budapest (Ungarn) geboren und verstarb im Jahr 1986 in Herford (Deutschland). Eines der abschließenden Stücke des Abends ist aus Béla Bartóks „Ungarische Bilder“ der „Abend bei den Szeklern“.
Die slowakischen Musikerinnen und Musiker reisen für das Konzert extra zum Weißenfelser Stadtfest an. Die Idee wurde bei dem Besuch in der Donaustadt im Frühjahr dieses Jahres geboren. „Bei unseren Gesprächen während der Komárnoer Tage hatten Oberbürgermeister Martin Papke und ich den Gedanken, die seit 1996 bestehende Partnerschaft auf ihre Ursprünge zurückzuführen“, sagt Kulturamtsleiter Christian Endt. „Die Städtepartnerschaft entstand aus der Zusammenarbeit des Langendorfer Volkschors und des slowakischen Concordia-Chores. Da lag es nahe, sie anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Freundschaft beider Städte wieder mit musikalischem Leben zu füllen.“
Das in der Slowakei liegende Komárno und das auf der gegenüberliegenden Donauseite befindliche Komárom galten während des Kaiserreichs Österreich-Ungarn als eine Stadt. Sie wurde im Jahr 1920 durch den Vertrag von Trianon geteilt. Der nördliche Teil – Komárno – gehört heute zur Slowakei, der südliche – Komárom – zu Ungarn. In beiden Städten wird sowohl slowakisch als auch ungarisch gesprochen. Sie sind über die Elisabeth-Brücke miteinander verbunden.