Flaggentag der Mayors for Peace: Weißenfels und zahlreiche deutsche Städte rufen zu nuklearer Abrüstung auf
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag stellte vor genau 30 Jahren, am 8. Juli 1996, in einem Rechtsgutachten fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem bekräftigte er die völkerrechtliche Pflicht, die nukleare Abrüstung zu fördern. Doch gegenwärtig spielen Atomwaffen wieder eine stärkere Rolle in der internationalen Sicherheitspolitik. Die Stadt Weißenfels beteiligt sich deshalb als Mitgliedskommune der „Mayors for Peace“ am 8. Juli 2026 am internationalen Flaggentag. Die Fahne mit der grünen Friedenstaube, die an dem Tag vor dem Rathaus wehen wird, setzte ein sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen.
Weltweit bedrohen mehr als 12.000 Atomwaffen die Menschheit. Ihr Einsatz würde alles Leben auslöschen und eine humanitäre Katastrophe bedeuten. Die „Mayors for Peace“ unterstützen deshalb den Atomwaffenverbotsvertrag und machen sich für einen Beitritt weiterer Staaten zu dem Vertragswerk stark.
Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima, Takeshi Araki, gegründet und widmet sich der Friedensarbeit. Das internationale Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu finden. Mehr als 8.500 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 930 Städte in Deutschland. Die Stadt Weißenfels zählt seit 2014 dazu.