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Brückenbau in drei Weißenfelser Ortsteilen

Der Brückenbau in den Weißenfelser Ortschaften ist in diesem Jahr ein Schwerpunkt der Abteilung Tiefbau der Stadt Weißenfels. In den Ortsteilen Großkorbetha, Storkau und Obschütz finden Arbeiten statt.

In Großkorbetha wird die Brücke „Ellern“ erneuert. Diese befindet sich Nahe der Kita „Haus Sonnenschein“ und führt an der Straße Ellern über den kleinen Bach. Die bisherige Holzbrücke war sowohl durch wiederholte Vandalismusschäden als auch durch altersbedingten Verschleiß stark beeinträchtigt. Da die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte, musste die Brücke gesperrt werden. Anfang April 2026 wurde sie abgerissen. In den vergangenen Tagen haben Arbeiter der Naumburger Bauunion das neue Fundament errichtet und damit die Grundlage für den Ersatzneubau geschaffen. Im Sommer wird die neue Aluminiumbrücke geliefert. Sie ist vollständig vorgefertigt und wird in einem Stück eingesetzt. Die Stadt Weißenfels plant, die Brücke bis Ende des Sommers 2026 wieder für die öffentliche Nutzung freizugeben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 130.000 Euro und werden vollständig aus Eigenmitteln der Kommune finanziert.

In Storkau wird die historische Sandsteinbrücke „Am Gut“ aus dem Jahr 1850 erneuert. Das Bauwerk dient als Verkehrsbrücke für einen landwirtschaftlichen Weg und sichert zugleich die Erreichbarkeit einer Trafostation der Stadtwerke Weißenfels. Aufgrund zahlreicher Schäden an den Sandsteinen war die statische Sicherheit der Brücke nicht mehr gewährleistet. Geplant ist eine Betonbau-Konstruktion aus mehreren Fertigteilen. Nach Abschluss der Planungsphase und der Erstellung von Bauzeichnungen, haben Mitarbeiter der Naumburger Bauunion im Mai 2026 mit den Arbeiten begonnen. Die Fertigstellung ist für November 2026 geplant. Die Gesamtkosten in Höhe von etwa 300.000 Euro werden aus dem städtischen Haushalt finanziert.

Ein Brückenneubau ist auch in Obschütz an der Feuerwehr vorgesehen. Vor Ort befindet sich ein Bauwerk aus DDR-Zeiten, bei dem Spundbohlen lediglich auf einem Fundament aufliegen. Diese Bauweise entspricht nicht heutigen Anforderungen an Standsicherheit. Genauso wie die anderen beiden Brücken wurde das Bauwerk bei der letzten großen Brückenprüfung schlecht bewertet. Ein Ersatzneubau ist daher die wirtschaftlichste Alternative. Geplant ist eine Betonbrücke, deren Bauteile vor Ort gefertigt werden. Aktuell werden Bohrpfähle in den Untergrund eingebracht, um die Gründung für das neue Bauwerk vorzubereiten. Der Baustart ist für Juli 2026 vorgesehen. Bis Ende des Jahres soll die Brücke fertiggestellt werden. Der geplante Kostenrahmen liegt bei 420.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt vollständig aus städtischen Eigenmitteln. Die Spundbohlen-Brücke ist aktuell noch nutzbar. Der Sperrzeitraum soll – auch aufgrund des Busverkehrs – so kurz wie möglich gehalten werden.