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Gedenken an die Novemberpogrome von 1938: Die Geschichte des Kaufhauses Joske

Datum:

09.11.2026

Uhrzeit:

17:00 bis 19:30 Uhr

Ort:

Weißenfels

Markt 3
06667 Weißenfels

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Gedenken an die Novemberpogrome von 1938: Die Geschichte des Kaufhauses Joske
Am Montag, dem 9. November 2026, lädt das Simon-Rau-Zentrum zum Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 ein. Um 17:00 Uhr beginnt das Gedenken mit einer Kranzniederlegung an der ehemaligen Synagoge in der Nordstraße 14. Um 18:30 Uhr folgt im ehemaligen Kaufhaus Joske in der Jüdenstraße 2 eine Abendveranstaltung zur Geschichte des Hauses und der jüdischen Familie Joske.

Den Abend gestalten Schülerinnen und Schüler der Ökoweg-Schule, der Berufsbildenden Schulen Burgenlandkreis und des Agricola-Gymnasiums Hohenmölsen gemeinsam mit dem Simon-Rau-Zentrum. Sie tragen Texte vor, die vom wirtschaftlichen Leben der Familie in Weißenfels erzählen. Sie zeigen auch, wie der Familie während der nationalsozialistischen Herrschaft durch Ausgrenzung, Entrechtung und »Arisierung« die Lebensgrundlage genommen wurde.

Das Schicksal der Familie Joske steht exemplarisch für das vieler jüdischer Familien in Weißenfels, im heutigen Burgenlandkreis und im damaligen Reichsgebiet. Die Novemberpogrome von 1938 markieren eine Zäsur: Die schrittweise Entrechtung der Jüdinnen und Juden schlug in offene, reichsweit organisierte Gewalt um. Wenige Tage später ordnete eine Verordnung an, sie aus dem Wirtschaftsleben auszuschließen. In der Forschung gelten die Pogrome als zentrale Etappe auf dem Weg zur Shoah, der systematischen Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden.

Die Stadt Weißenfels unterstützt das Gedenken. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.