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Wandelkonzert, Thomanerchor, Sonderführung und slowakische Klänge

Ein musikalischer Rundgang durch die Stadt, die jungen Stimmen des Leipziger Thomanerchores, historische Schütz-Quellen und Musik aus der slowakischen Diaspora: Das Heinrich Schütz Musikfest 2026 lädt am 3. und 4. Oktober 2026 zu einem abwechslungsreichen Veranstaltungswochenende nach Weißenfels ein.

Den Auftakt macht am Samstag um 14:30 Uhr das traditionelle Wandelkonzert. Unter dem Titel „Weißenfelser Schütz-Spuren“ führt der musikalische Rundgang in diesem Jahr an verschiedene Orte, die mit Heinrich Schütz und seiner Zeit verbunden sind. Start ist am Haupteingang des Weißenfelser Rathauses. Von dort geht es gemeinsam mit Uwe Pösniger in der Rolle des Heinrich Schütz über den Marktplatz und die Marienkirche zum ehemaligen Hotel „Zum Goldenen Ring“ und weiter zum Heinrich-Schütz-Haus.

Auf dem Weg erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Musik an unterschiedlichen Stationen. Mit dabei sind der Volkschor Langendorf, der Stadtchor Teuchern, die Weißenfelser Hofkapelle, die Tanzgruppe „Faux pas“, Instrumentalistinnen und Instrumentalisten der Musikschule des Burgenlandkreises „Heinrich Schütz“ Weißenfels sowie Mitglieder des Weißenfelser Gästeführervereins. Die Teilnahme am Wandelkonzert ist kostenfrei.

Am Abend wird es in der Marienkirche festlich: Um 19:30 Uhr heißt es „Singet dem Herrn“. Im Konzert „Renaissance I“ präsentieren die Jungen des weltberühmten und international gefeierten Leipziger Thomanerchores Werke von Heinrich Schütz, Johannes Brahms und Moritz Hauptmann. Die musikalische Leitung übernimmt Thomaskantor Andreas Reize. Karten sind an der Abendkasse ab 15 Euro erhältlich, ermäßigt ab 10 Euro. Schülerinnen und Schüler zahlen 7 Euro.

Am Sonntag steht zunächst Heinrich Schütz und sein Wirken in Weißenfels im Mittelpunkt. Um 14 Uhr lädt der Leiter des Heinrich-Schütz-Hauses Dr. Maik Richter zu einer Sonderführung durch die Kabinettausstellung „Heinrich Schütz außer Haus I – Weißenfelser Schütz-Quellen“ ins Foyer des Weißenfelser Rathauses ein. Anhand ausgewählter historischer Objekte gibt er Einblicke in die Geschichte von Heinrich Schütz und seiner Familie und zeigt, welche Spuren sie in Weißenfels und der Region hinterlassen haben – und warum diese bis heute von Bedeutung sind. Der Eintritt zur Sonderführung ist frei.

Am Nachmittag führt das Musikfest musikalisch in die protestantische Diaspora der Slowakei. Um 17 Uhr erklingt in der Schlosskirche St. Trinitatis das Programm „Unterwegs: Schütz’ Exequien in der Zips“. Die Ensembles für Alte Musik „Le Nuove Musiche“ aus Bratislava und „Capella dell'Halla“ aus Bad Reichenhall verbinden darin Musik von Heinrich Schütz mit der Musikkultur der historischen Zips.

Bereits um 16 Uhr gibt die Schützpreisträgerin Prof. Dr. Silke Leopold eine Einführung in die historischen Zusammenhänge. Sie beleuchtet die Netzwerke lutherischer Musikkultur, die die Dresdner Hofkunst mit der musikalischen Praxis in der Zipser Provinz verbanden.

Tickets für „Unterwegs: Schütz’ Exequien in der Zips“ sind an der Abendkasse ab 18 Euro erhältlich, ermäßigt ab 15 Euro. Schülerinnen und Schüler zahlen 7 Euro.

Informationen zu diesen und weiteren Veranstaltungen des Heinrich Schütz Musikfests in Weißenfels gibt es unter www.schütz-musikfest.de.