Team der Universität Leipzig schließt Merse54
Forschende und Studierende der Universität Leipzig betreiben seit fast anderthalb Jahren die Merse54 – ein Raum in der Merseburger Straße 54 für persönliche Geschichten, Ideen, Veranstaltungen und Zukunftsvisionen. Die Merse54 ist Teil des „T!Raum-Projekts“, für das die Hochschule mit der Stadt Weißenfels zusammenarbeitet. Themen sind Stadtentwicklung und Strukturwandel sowie die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung bei diesen Veränderungsprozessen in der Saalestadt. Mit dem Ende der ersten Projektphase schließen sich auch die Türen der Merse54. Zum Abschied möchten die Studierenden und die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen noch einmal mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen, auf das Erreichte zurückblicken und einen Ausblick auf die kommende Projektphase geben. Interessierte sind am 22. September 2026, von 16 bis 20 Uhr in die Merse54 eingeladen.
Hintergrund:
Im Rahmen des „T!Raum“-Programms unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt „Transfer durch Kokreation“ der Universität Leipzig. Die Hochschule möchte hierbei Handlungskompetenzen der Kommunen stärken und arbeitet dafür in einem Netzwerk mit verschiedenen Partnern zusammen. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gesellschaft zu überführen, um Lösungen für Strukturprobleme kleiner und mittlerer Städte ohne eigene Hochschulanbindung zu entwickeln, die auch in anderen Städten angewendet werden können. Im Fokus stehen hierbei Probleme, die aus dem demografischen Wandel und den Klimawandelfolgen entstehen.
Nachdem es in der Lehre in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Kooperationen zwischen der Universität Leipzig und der Stadt Weißenfels gegeben hatte, fand im Rahmen des „T!Raum-Projektes“ mit dem Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft auch ein Austausch in der Praxis statt, um den Transfer zwischen Wissenschaft und dem kommunalen Alltag zu stärken. Seit Oktober 2023 hatten Katrin Schade, Theresa Grimm und die Studierenden zunächst Daten und Konzepte der Verwaltung analysiert. In den anschließenden Monaten waren sie in der Saalestadt unterwegs und hatten interessante Gespräche mit zahlreichen Menschen geführt. Dabei kamen viele persönliche Geschichten und Erinnerungen zur Sprache, welche die Studierenden erfasst und wissenschaftlich aufgearbeitet hatten. Die Merse54 wurde im Februar 2025 eröffnet, um neue Veranstaltungsformate auszuprobieren und im Sinne der Netzwerkarbeit neue Kontakte zu knüpfen.