Stadt Weißenfels stellt sich Herausforderung bei Schlosssanierung
Etwa 40,8 Millionen Euro fließen bis zum Jahr 2030 in das Schloss Neu-Augustusburg. Der Südflügel und der südliche Westflügel der Barockanlage werden denkmalgerecht saniert und zu einem Behördenstandort umgebaut. Im Rahmen des Bauvorhabens hat die Stadt Weißenfels aktuell eine unerwartete Herausforderung zu bewältigen. Das mit den Planungen zur technischen Gebäudeausrüstung (TGA) beauftragte Ingenieurbüro befindet sich in einem Insolvenzeröffnungsverfahren. Dadurch können vertraglich vereinbarte Planungsleistungen derzeit nicht mehr vollständig erbracht werden. Die eingeschränkte Planungstätigkeit führt zu Verzögerungen im weiteren Bauablauf. Hinzu kommt, dass weitere Schnittstellen und Fachplanungen von der TGA-Planung abhängig sind. Die Stadt Weißenfels prüft derzeit intensiv die Gestaltung des Leistungsüberganges. Bekannt ist bereits jetzt, dass davon ausgegangen werden darf, dass aussichtsreiche Handlungsoptionen bestehen. Die Stadt Weißenfels wird die Öffentlichkeit über den Projektfortschritt informieren.
Hintergrund:
In Weißenfels werden etwa 40,8 Millionen Euro investiert, um den Südflügel und den südlichen Westflügel des Schlosses Neu-Augustusburg denkmalgerecht zu sanieren und zu einem Behördenstandort umzubauen. Von den Gesamtkosten werden etwa 35 Millionen Euro vom Bund und vom Land Sachsen-Anhalt gefördert (Bundeszuweisung: etwa 33 Millionen Euro, Landeszuweisung: etwa 2 Millionen Euro). Die Stadt Weißenfels stemmt eine Investition in Höhe von etwa 5 Millionen Euro aus Eigenmitteln. Die Bauarbeiten müssen laut Bewilligungsbescheid bis zum 31. Dezember 2030 abgeschlossen werden. Die nunmehr in der örtlichen Presse kommunizierten 2,5 Millionen Euro Mehrkosten für das Los Rohbau (Innenmauerwerk) stehen in keinem Zusammenhang mit der drohenden Insolvenz des TGA-Planers.