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Stadt Weißenfels reagiert auf Verkauf von Materialien aus dem Schloss Neu-Augustusburg

Holzbalken und Sandsteine von der Baustelle des Schlosses Neu-Augustusburg werden derzeit von verschiedenen Privatpersonen online per Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten. Bei den Angeboten handelt es sich nicht um Diebesgut. Beide Verkäufer stehen in einem vertraglichen Verhältnis mit der Stadt Weißenfels und wurden von der Kommune mit der Entsorgung der Materialien beauftragt. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass die Angaben in den Kleinanzeigen zutreffend sind.

Mehrere Sandsteine, Holzbalken und weitere Baumaterialien aus dem Schloss Neu-Augustusburg wurde nach eingehenden fachlichen Prüfungen zur Entsorgung freigegeben. Die Untere Denkmalschutzbehörde hat das Material aus denkmalpflegerischer Sicht als nicht erhaltenswert eingestuft. Außerdem ist es laut den städtischen Bauingenieuren aus bautechnischer Sicht nicht zur Wiederverwendung geeignet. Andere Materialien hingegen werden bewahrt. Durch die Stadt Weißenfels erfolgt derzeit eine Zwischenlagerung von mehreren Tonnen Sandsteinen und anderer Baumaterialien mit historischem Wert auf dem Schlossgelände.

Die Priorität der Stadt Weißenfels liegt bei Denkmalsanierungen immer bei der Substanzerhaltung. Der Anteil an Ausschussmaterial ist deshalb auch beim Schloss Neu-Augustusburg sehr klein. Nach den aktuell gültigen städtischen Verträgen gehen die zu entsorgenden Materialien mit der Beauftragung in das Eigentum des Auftragnehmers über. Im Fall der Sandsteine und der Holzbalken ist vertraglich zudem geregelt, dass die weitere Verwertung dem Auftragnehmer freigestellt ist. Beides ist gängige kommunale Praxis.