Schaut mit Stolz und freudiger Erwartung auf eure Stadt!
Das Weißenfelser Stadtfest findet vom 22. bis 25. August 2024 statt. Oberbürgermeister Martin Papke hat das Fest am 22. August 2024 auf dem Marktplatz eröffnet. Mehr als 800 Personen nahmen an der ausverkauften Eröffnungsveranstaltung teil. Höhepunkt war das Konzert „Zwischen Donau und Moldau – Sinfonische Tänze und poetische Landschaften“ der Jenaer Philharmonie unter der Leitung von Simon Gaudenz. Außerdem wurden im Vorfeld des musikalischen Programmpunktes traditionell Bürgerinnen und Bürger für ihr ehrenamtliches Wirken in der Saalestadt geehrt. Karin Ranscht und Matthias Böttger wurden mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Martina Leikopf wurde zur Verdienten Bürgerin der Stadt Weißenfels ernannt. Tina Hahnel, Werner Spindler, Stefan Herkner und Sven Voigtmann erhielten vom Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt die Feuerwehrspange für beispielgebende Leistungen in der Feuerwehrarbeit und für hervorragende Leistungen bei Einsätzen. Nach dem Eröffnungskonzert hat zum ersten Mal ein kostenfreies Mondscheinkonzert auf dem Marktplatz stattgefunden. Für einen geselligen Ausklang des Abends im Schein zahlreicher Lichter sorgte die Steinmeister-Band aus Naumburg.
In seiner Rede zur Eröffnungsveranstaltung forderte Oberbürgermeister Martin Papke die Weißenfelserinnen und Weißenfelser dazu auf, mit Stolz auf ihre Heimatstadt zu schauen und den anstehenden Entwicklungen mit freudiger Erwartung zu begegnen. Der Hang zur Selbstkasteiung, der dem Oberbürgermeister zufolge bereits seit mehr als 200 Jahren – und damit über Generationen hinweg – geübte Praxis in Weißenfels ist, bringe niemandem etwas. Die Chancen der Saalestadt seien größer, als die Unzufriedenheit, die Missgunst und das schlechte Reden über die Stadt und ihre Menschen. „Weißenfelser, junge, alte, neu hergezogene und auch die längst weggezogenen: schaut auf eure Stadt! Was wir alle brauchen ist Mut. Mut für den Ausblick, Geduld für die kleinen und großen Themen. Die Vielseitigkeit unserer Dörfer stabilisiert Weißenfels. Wie auskragende Fundamente, die aus Zusammenhalt und Mut gegossen sind. Heute Abend sollen Sie nicht nur von der Musik schwärmen, wenn Sie wieder in ihren Alltag zurückgehen, sondern vor allem auch von dem, was in der Stadt gerade geschieht“, sagte Martin Papke und nannte zugleich eine ganze Reihe von aktuellen und anstehenden Bauvorhaben.
Dazu gehörten unter anderem die Sanierungen des Hofmarschallhauses, des Stadthauses gegenüber der Spardabank, der gelben Stadtvilla in der Dammstraße, der Trommelfabrik und der Gründerzeithäuser in der Naumburger Straße. Zudem verwies der Oberbürgermeister darauf, dass die Stadt Weißenfels aktiv Baugrundstücke für Eigenheime vermarkten und dabei einen Schwerpunkt auf nachhaltiges Bauen setzen wird. Lobende Worte fand er für die neuen Spielplätze am Hirsemannplatz und am Stadtbalkon und versprach, dass schon bald auch an anderen Stellen derartige Orte der Begegnung geschaffen werden sollen. Persönlich freue sich Martin Papke ganz besonders auf die Entwicklung des ehemaligen „Kinderlands“ am Marktplatz, die schon im kommenden Jahr ihren Anfang nehmen soll. „Hinzu kommen 800 Millionen Euro Investitionsanzeige verschiedener Gewerbe- und Industrieansiedlungen in Weißenfels und eine 30 Hektar große vermarktungsfähige Gewerbefläche am Sandberg unmittelbar an der A9“, sagte das Stadtoberhaupt und bediente sich zum Schluss seiner Rede noch einmal des Mut-Begriffs. Das lateinische Wort für Mut „Animo“ bedeute nämlich so viel wie „Kopf hoch“. Genau dazu ermutigte er die Weißenfelserinnen und Weißenfelser. „Es heißt jetzt: Kopf hoch, Ärmel hochkrempeln und Krawatten ablegen. Vergessen wir nicht, dass wir alle Botschafter unserer Stadt sind“, sagte Martin Papke.