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Mobile Stadtmöbel und Pflanzbeete für die Novalisstraße

Mit der Entwicklung der gründerzeitlichen Neustadt haben sich Studierende der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf über mehrere Semester hinweg auseinandergesetzt. Die Ideen und Entwürfe der angehenden Landschaftsarchitekten wurden beim Stadtfest und beim Neustadtfest präsentiert. Nun geht die Zusammenarbeit mit der Stadt Weißenfels im Rahmen des T!Raum-Projektes in die nächste Runde. So reisen diese Woche mehr als 20 Studierende sowie Lehrende der Hochschule nach Weißenfels. Unter Einbeziehung und Mitwirkung von Menschen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft möchten sie Prototypen für verschiebbare Sitzmöbel, Pflanzbeete sowie mobile Bäume in Pflanzkübeln entwerfen und kleine Modelle bauen. Zur Ideenschmiede laden die Verantwortlichen am 29. Oktober 2026, von 14 bis 18 Uhr in die Novalisstraße ein – den Ort, der später zum Versuchslabor wird. Denn im Rahmen einer zweiten Projektwoche sollen im Mai 2027 in der Novalisstraße die Prototypen im Original-Maßstab nachgebaut und aufgestellt werden. Bei einem öffentlichen Aktionstag können Bürgerinnen und Bürger dann die mobilen Pflanzen und Stadtmöbel in verschiedenen Kombinationen testen und Rückmeldungen geben.

Ziel des Projektes ist es, die Aufenthaltsqualität im Quartier zu erhöhen und durch Grünpflanzen eine bessere Klimaanpassung des öffentlichen Raums zu erzielen. Der Ansatz macht klimagerechte, nachhaltige Infrastruktur mitgestaltbar und erlebbar. Das Risiko von Fehlinvestitionen in der Stadtentwicklung wird gesenkt. Freiraumplanung wird nicht am Plan, sondern live und 1:1 im öffentlichen Raum verhandelt.

Parallel zum T!Raum-Projekt hat die Stadt Weißenfels das Sanierungsgebiet „Neustadt Gründerzeit“ festgelegt. Am 31. Juli 2026 fiel hierfür der Startschuss. Damit sind in der Neustadt für die kommenden 15 Jahre besondere städtebaurechtliche Vorgaben und Fördermöglichkeiten verbunden.

Hintergrund:

Die T!Raum-Initiative „Handlungskompetenz der Kommunen stärken - Transfer durch Kokreation“ wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gesellschaft zu überführen, um Lösungen für Strukturprobleme kleiner und mittlerer Städte ohne eigene Hochschulanbindung zu entwickeln, die auch in anderen Städten angewendet werden können. Im Fokus stehen hierbei Probleme, die aus dem demografischen Wandel und den Klimawandelfolgen entstehen. Die T!Raum-Initiative ist im Burgenlandkreis nicht nur in Weißenfels, sondern auch in Naumburg und Zeitz aktiv.