Margit Abele
1962 geboren in Schwäbisch Gmünd.
1984 – 1989 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.
Lebt in Karlsruhe.
„Enter Sandmann!“, 2015, Acryl auf Holz, beidseitig
Der Titel ist ein Mix aus Englisch und Deutsch und erscheint in der so im Titel geschriebenen Weise als „Fehler“.
Das ist ganz bewußt von mir gewählt und gewollt und eröffnet durch diesen scheinbaren Fehler eine weitere Wahrnehmungsebene. (...man übersetzt : Willkommen Sandmann ! / Komm herein, Sandmann ! / und: Entert den Sandmann ! / Werdet zum Sandmann ! / Werdet wie der Sandmann !...)
Die Plakatwand ist beidseitig bemalt, wie zwei Seiten einer Medaille. Beide Seiten, die hellgrundige und die dunkelgrundige, ergänzen sich inhaltlich. Auf der hellgrundigen Seite erscheint zusätzlich, und das nur bei absoluter Dunkelheit, ein weiteres Bild, ein leuchtendes Nachtbild. Auf diese Weise sind 3 Bilder getrennt vereint wahrnehmbar, wenn sich der Betrachter die Zeit nimmt sich zu bewegen und zu verweilen und bei ausreichender Dunkelheit wiederzukommen...
Viele meiner Bilder behandeln die Vanitas - Thematik, so auch hier. Der Sandmann, der große Augenverschließer und Träumebringer,
streut Sand in die Augen- und hier im Bild auch ins Getriebe und sorgt so für eine Pause....
Das große Rad ist gebrochen, verbogen und manchmal sind sogar 2 Räder ineinander wahrnehmbar.
Rotation und Luxus im Sinne von Überdrehung, Überdrehtheit und dem daraus resultierenden Ausgerenktsein, Verbogensein und schließlich Gebrochensein.