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Christina Simon

Geboren 1963 in Weißenfels,
Studium der Mathematik und Kunsterziehung in Erfurt,
Studium der evangelischen Relgionspädagogik in Naumburg und Halle,
Lehrtätigkeit am Goethegymnasium in Weißenfels und in der Lehrerfortbildung, freie
künstlerische Arbeit,
Gründung des Kunstvereins BRAND-SANIERUNG e.V. Weißenfels,
seit dem Kuratorin in diesem Projekt
Druckgrafikerin, Studienaufenthalt in Wien, Artist in Residence in verschiedenen Druckwerkstätten Europas u.a. Kunstraum WARTECK Basel(CH), AGALAB Amsterdam (NL), Fyns Grafiske Vaerksted Odense(DK) ,Konstgrafiska Verkstad Algarden/Boras (S), Foundation Kirsten Kjaers (DK), Taidekeskus Antares (F)

Ich verstehe mich als ortsgebundene Künstlerin.
Meine Kunst und mein erlernter Beruf erfordern Hand, Geist, Hoffnung und Disziplin. Ich mache positive Kunst-meine Bilder sollen den
Betrachter aufbauen und Kraft geben! Mein Medium ist die Schnittlinie - sie ist absolut, kraftvoll und entschieden! Das Wesen des Vorwurfs wird in meiner Arbeit durch die Abstraktion gewandelt.

Pappeln an Fluss
Ich lebe seit meiner Geburt an einer Flusslandschaft; hier im Burgenlandkreis, wo die Saale seit Jahrtausenden mäandert.
Es sind die wasserliebenden Pappeln, die hier unverwüstlich sprossen und grünen und mit ihrem silbrig glänzenden Blattwerk endlos wispern und Geschichten erzählen. Den alten Griechen waren sie von jeher bekannt und heilig. Der schmale Landsaum, der die Welt von der Unterwelt, Helios von Hades, trennt, ist gesäumt von hohen Pappeln und fruchtverderbenden Weiden. Aus den tiefen Quellen des Flusses erstrecken sich die Pappeln zum hellen Licht und sind Sinnbild für das menschliche Seelenleben in ihrer Zwiespältigkeit. Das Licht ist nie ohne die Säfte der Dunkelheit und Tiefe denkbar.
Am 2.Mai feiern wir hier in Weißenfels den 250.Geburtstag des Dichters Novalis. Novalis war ein Dichter des Nachtbewusstseins und gleichzeitig ein Kind des Lichtes. In diesem Sinne spiegeln meine „Pappeln am Fluss“ an der Plakatwand nicht nur den Charakter der regionalen Saalelandschaft wider, sondern verstehen sich auch symbolisch - als Mittler zwischen Licht und Dunkelheit