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Albrecht Fersch

Raum- und Klanginstallationen, Performance, partizipative Projekte, Kunst am Bau, Malerei, Logorealismus, Lyrik
Geboren 1970 in Schweinfurt/Unterfranken - lebt seit 1995 in Berlin
Studium an der Akademie der Künste in München • Weiterbildung im essentiellen Theater • Ausstellungen in Berlin, Dresden,
Leipzig, Magdeburg, Freiburg, Nürnberg, Gera, Köln, Kitzbühel, Rom, Ungarn, Namibia, Schweiz u.a. • 2007 Eventgestaltungen
im Dunkelrestaurant „Nocti Vagus“
2008-10 Arbeiten als Eiskünstler bei Alpeniglu
2008/09 Gestaltungswerkstätten zum Greizer Theaterherbst
2010/11 Bühnenbildgestaltungen im Mondstaubtheater Zwickau
2013/15 Leitung der Kunstkammer/Berlin
2012 Künstlerischer Leiter des Supertheaters

Preise / Stipendien:
2014 Kunstpreis Östliches Sauerland
2014 Artist in Residence/KulturGut Poggenhagen 
2015 Stipendium Künstlerhaus Cered/Ungarn
2017 Stipendium Schlossmediale Werdenberg
2017 Stipendium Künstlerdorf Schöppingen
2017 miKrOPROJEKTE-Förderung vom Berliner Senat 
2019 Residenzpflicht / Stipendium in modularen Flüchtlingsunterkünften Berlin
2019 Kunstpreis der Gartenschau Wassertrüdingen
2020 Gelderner Turmstipendium
2020 Recherchestipendium des Berliner Senats
2021 temporäres Kunst-am-Bau Projekt Die INSEL in Neu-Hohenschönhausen / Berlin

Albrecht Ferschs Werk ist geprägt von einer Vielfältigkeit der eingesetzten Mittel und Methoden sowie einer hohen Bandbreite
an Ausdrucksmöglichkeiten. Sein Bild für Kunst an der Plakatwand lässt viele Sichtweisen zu: Nachtigallen oder Kolibris, die zu einer zentralen Blüte hin fliegen - eine Befruchtung - ein Ort der Geburt - eine comicartige Kaugummiblasenexplosion - ein Trancezustand - oder der wilde Traum eines Facharbeiters aus der Zerlegungs-GmbH. Der Titel „Blutbad“ setzt weitere ambivalente Aspekte hinzu. Denn ein Bad zu nehmen ist an sich etwas sehr erquickendes, reinigendes. Ein Bad im Drachenblut macht sogar unverwundbar. Aus einem blutigen Schoß heraus fallen wir in die Welt. Und auch im Gedenken an den kürzlich verstorbenen Hermann Nitsch, der in unserer Existenz ein zum Fest gewordenes Drama sah, ist das Blutbad als Kraftquelle zu verstehen. Doch reflexhaft wird die mögliche Bedeutungsbreite des Begriffs auf die Auswirkungen menschlicher, vor allem männlicher Desasterfähigkeit und Massakerbereitschaft zugespitzt und eingeengt.